NACHRICHTENÜBERBLICK : EADS verpflichtet sich zur Frauenquote

19. Juli 2012 // EADS verpflichtet sich zur Frauenquote

Außerdem:

  • MONITOR FAMILIENFORSCHUNG: Jeder fünfte Haushalt in Deutschland alleinerziehend
  • KOSTEN DES GESUNDHEITSWESENS: SPD kritisiert Präventionsstrategie der Bundesregierung

  • Freitag, den 20. Juli 2012

    FRAUEN IN DER LUFTFAHRT



    zwd Berlin (kl). Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS will in seiner Belegschaft bis zum Jahr 2020 einen Frauenanteil von 25 Prozent erreichen. Auf Führungsebene soll im selben Zeitraum eine 20 Prozent-Frauenquote erfüllt werden. Diese Richtlinie unterzeichneten die EADS-Geschäftsbereiche - Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter - in der gemeinsamen „CEO-Charta“ bei der Airshow in Farnborough (Großbritannien, 9. bis 15. Juli). Die „Strategie für mehr Vielfalt“ fördere Frauen in den EADS-Bereichen Naturwissenschaften, Engineering und Technologie, teilte das Unternehmen mit. Die EADS-Tochterfirma Airbus hatte bereits im März angekündigt, noch im Jahr 2012 mit circa 1.000 neuen Frauenposten - von insgesamt 4.000 Neueinstellungen - die 25 Prozent-Frauenquote zu erreichen.

    MONITOR FAMILIENFORSCHUNG

    Jeder fünfte Haushalt in Deutschland alleinerziehend

    zwd Berlin (kl). Frauen führen in Deutschland neun von zehn alleinerziehenden Familienhaushalten. Dies geht aus dem 28. Familienmonitor des Bundesministeriums für Frauen und Familie hervor, der die Lebenssituationen von alleinerziehenden Müttern und ihrer Kinder analysiert. Laut der am 17. Juli veröffentlichten Statistik beziehen rund 40 Prozent der Alleinerziehenden aktuell Arbeitslosengeld II und sind finanziell schlechter gestellt als Familien mit beiden Elternteilen. Insgesamt wird in Deutschland jeder fünfte Familienhaushalt - mit einem Kind unter 18 Jahren - von einem Elternteil alleine gestemmt.

    Die Erhebung zeigt zudem, dass die sozioökonomische Lage der Eltern die Zufriedenheit der Kinder und Eltern bestimmt, unabhängig von der Familienform. Somit belegt der Familienmonitor: bedarfsgerechte und flexible Kinderbetreuungsangebote sowie familienfreundliche Arbeitszeiten müssen verbessert werden um die Lebenssituation, insbesondere für alleinerziehende Mütter, in Deutschland zu verbessern. Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) hat im Rahmen der von ihrem Haus in Auftrag gegeben Untersuchung angekündigt, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Das Kinderbetreuungsangebot werde ausgebaut, Elternzeiten flexibilisiert und familienunterstützende Dienstleistungen sowie eine familienfreundliche Arbeitswelt gefördert, heißt es seitens der Ministerin Schröder im Vorwort zur Studie.

    KOSTEN IM GESUNDHEITSWESEN

    SPD kritisiert Präventionsstrategie der Bundesregierung

    zwd Berlin (kl). Die Ausgaben für Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen in Deutschland wurden seit dem Jahr 2002 um rund elf Prozent kekürzt. Laut der SPD-Bundestagsfraktion sinken zudem seit 2009 die Mittel für primäre Prävention und Früherkennungsmaßnahmen. Trotzdem teilte die Bundesregierung mit, Kosten im Gesundheitswesen insbesondere durch Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen auf lange Sicht reduzieren zu wollen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion „Älter werdende Gesellschaft: Prävention und Rehabilitation statt Zusatzbeiträge“ (Drs. 17/10175) hervor.

    Für die SPD-Fraktion stehen die Mittelkürzungen im Präventionsbereich des Gesundheitssystems mit der Aussage der Bundesregierung, sie würde Prävention und Rehabilitation als kostensparendes Instrument einsetzen wollen, in Widerspruch. Die SozialdemokratInnen kritisieren insbesondere, dass in den vergangenen zehn Jahren die Mittel für ambulante, stationäre Kuren und für Rehabilitationsmaßnahmen von Müttern, Kindern und Vätern um 40 Prozent gesunken sind.

    Zudem gäbe die Antwort, so die SPD, keinen Aufschluss über die erfragten Inhalte und Maßnahmen der Präventionsstrategie, die die Regierungsfraktionen im Jahr 2009 angekündigt haben. Laut den Informationen der SPD hat die Bundesregierung das von den Sozialdemokraten befürwortete Präventionsgesetz im Zuge ihrer Antwort erneut abgelehnt. (Hintergrund: zwd-Beitrag SPD will wissen, was Demografieentwicklung kostet)

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