Neue Ausgabe FGBK 321 : So planen die Länder die Novellierung ihrer Gleichstellungsgesetze

1. Oktober 2014 // Baustelle Landesgleichstellungsgesetze

BUNDESLÄNDER


zwd Berlin (jt). In den 90er Jahren des vorangegangenen Jahrhunderts haben die Bundesländer mit Landesgleichstellungsgesetzen (LGG) einheitliche Rechtsrahmen für die Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst geschaffen. Vorreiter war Nordrhein- Westfalen mit seinem Frauenfördergesetz 1989. Seit der Einführung ihrer LGG haben alle Bundesländer diese je nach politischer Lage immer wieder angepasst, ergänzt oder verändert. Seit 2010 ist in den Ländern eine große Novellierungswelle in Gang gekommen, wodurch die LGG substanzielle Änderungen erfahren. Hintergrund der Reformpläne ist zum einen, dass in den vergangenen Jahren nur mäßige Fortschritte auf dem Weg zur Geschlechtergleichstellung im öffentlichen Dienst zu verzeichnen waren. Zum anderen ergibt sich aus dem stattgefundenen gesellschaftspolitischen Paradigmenwechsel, Frauenförderung stärker mit dem Gender-Mainstreaming-Prinzip zu verbinden, ein Anpassungsbedürfnis.


REFERENTENENTWURF
Mehr Frauen in Führungspositionen – die zentralen Vorhaben in der Übersicht

zwd Berlin (jt). Auch 2013 waren nur 15,1 Prozent der Aufsichtsratspositionen der Top-200-Unternehmen in Deutschland mit Frauen besetzt. Das geplante „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ soll nun endlich Abhilfe schaffen und zu einem spürbaren Anstieg der Frauenanteile an den Spitzenpositionen führen.
Zwar hatten sich die Unternehmen schon 2001 auf Initiative der Politik Selbstverpflichtungen unterworfen, die Frauenanteile an Führungspositionen deutlich zu steigern. Mehr als ein Jahrzehnt später scheint die gesellschaftliche und politische Geduld, auf greifbare
Ergebnisse der Versprechungen zu warten, erschöpft.


10. FRAUEN-ALTERSSICHRUNGSKONFERENZ
Das Rentenpaket geschlechterspezifisch aufgeschnürt

zwd Berlin (jt). Frauen werden durch das Rentenpaket der Großen Koalition bessergestellt. Die Mütterrente und die abschlagsfreie Rente
mit 63 Jahren vermögen es aber nicht, die Alterssicherungslücke zwischen Männern und Frauen zu schließen.


Die Themen des zwd-POLITIKMAGAZINs 321 im Überblick:

FRAUEN & GLEICHSTELLUNG

Referentenentwurf des BMFSFJ und des BMJV
Mehr Frauen in Führungspositionen – die zentralen Vorhaben in der Übersicht

Bundesländer
Baustelle Landesgleichstellungsgesetze

8 Landesgleichstellungsgesetze und Novellierungspläne – ein Überblick


FRAUEN & GESELLSCHAFT

Debatte
Wie müssen zukunftsweisende familiengerechte neue Formen häuslicher Pflege aussehen?

10. Frauen-Alterssicherungskonferenz
Das Rentenpaket geschlechterspezifisch aufgeschnürt

Vorsorge gegen Rentenlücke
Beschäftigungspolitische Weichenstellungen in der Diskussion


BILDUNG & FORSCHUNG

Ernst Dieter Rossmann (MdB) im Interview mit dem zwd-POLITIKMAGAZIN
„Die Finanzierung von Bildung muss bis 2017 zum Gewinner werden“

Kooperationsverbot
Länder wünschen sich stärkeres Engagement des Bundes in allen Bildungsbereichen

Inklusion und berufliche Bildung
Jugendliche mit Behinderung – kaum Chancen auf einen Ausbildungsplatz

Initiative „Chance Ausbildung – jeder wird gebraucht“
8 Länder + Arbeitsagentur + Bertelsmann Stiftung

DGB-Ausbildungsreport 2014
Junge Frauen haben es schwerer als junge Männer


KULTUR & POLITIK

Digitale Agenda
Aufbruch ins digitale #Neuland

Notizen aus der Hauptstadtregion
  • Berliner Stadtschloss: Finanzierung der Barockfassade offen
  • Maxim Gorki Theater: Auf Platz 1 der Bestenliste,
  • Quinoa-Schule: Erste Privatschule für sozial Benachteiligte


    Euthanasie-Denkmal
    „Die Zahl der Opfer ist groß, gering die Zahl der verurteilten Täter.“


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