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zwd Gütersloh / Berlin (ja) - Einen Aktionsplan gegen die Folgen des demografischen Wandels hat die Bertelsmann-Stiftung angekündigt. Sie will damit, wie der stellvertretende Präsidiumsvorsitzende der Stiftung Gerd Schulte-Hillen am 23. Mai in Berlin äußerte, „das zentrale gesellschaftspolitische Problem der Gegenwart“ angehen. Dabei kommt nach einem von Schulte-Hillen vorgestellten Konzept-Papier dem Thema Qualifizierung eine Schlüsselrolle zu. Seine erste Forderung: Das Bildungsystem müsse uns mehr Geld wert sein, insbesondere für eine bessere Ausbildung von Lehrkräften und ErzieherInnen. Ab Herbst soll der detaillierte und alle gesellschaftspolitischen Bereiche integrierende Aktionsplan erarbeitet werden. Strategisch will die Stiftung insbesondere durch eine massive Öffentlichkeitskampagne den Druck auf Entscheidungsträger erhöhen und baut dafür unter anderem einen internetbasierten Daten-Dienst für umfassende Informationen zum Thema auf.
zwd Gütersloh (ja) - Es tut sich etwas an der Basis: Während Politik und Wissenschaft nach TIMSS, PISA und IGLU über das Ob und Wie von Reformen streiten, erarbeiten sich rund 450 Schulen bundesweit ihre Schulentwicklungsprogramme im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbst. Seit 1998 gibt es das „Netzwerk innovativer Schulen“ in Deutschland (NIS), das mit Unterstützung der Bertelsmann Stiftung seine Zusammenarbeit organisiert. Zielsetzung der Kooperation ist es, gute Beispiele aus Unterrichtspraxis und Schulorganisation transparent und im Rahmen eines Internet-Portals öffentlich zu machen. Die Schulen sollen die Dynamik von Netzwerkarbeit für sich nutzen und tragfähige Praxislösungen erarbeiten sowie evaluieren. Besonders intensiv ist die Zusammenarbeit in den Lernnetzwerken - Verbünden von vier bis fünf Schulen, die jeweils ein konkretes Thema bearbeiten. Dem Netzwerk beitreten kann jede Schule - so sie denn innovativ ist.
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